TUV
- Un métier sérieux
- Eine Schule, die lebt: Vom Umgang mit impulsiven Jugendlichen und anspruchsvollen Eltern, dem Jonglieren zwischen Berufs- und Privatleben, den täglichen Freuden und Leiden des Lehrerberufs erzählt Thomas Lilti in «Un métier sérieux» und serviert uns französisches Kino voll Feingefühlt, Empathie und Optimismus.
- The Monk and the Gun
- Was will der Lama mit dem Gewehr? Als die ersten demokratischen Wahlen in Bhutan anstanden und mit den traditionellen Werten kollidierten, verlor die sanftmütige Bevölkerung ihre innere Mitte. In diesem freundlichen Tohuwabohu setzt Pawo Choyning Dorji mit «The Monk and the Gun» auf Humor, schiesst aber scharf auf die, die Entwicklungen im Eiltempo durchpeitschen wollen. Ab 18. April im Kino
- The Outrun
- Im Kampf mit inneren und äusseren Dämonen: Anfang Dreissig spült das Leben Rona zurück an die Orte ihrer Kindheit, die Orkney-Inseln, und während sie sich wieder mit der spektakulären Landschaft vertraut macht, vermischt sich dies mit den Erinnerungen an die Abstürze ihres exzessiven Lebens in London - und im Archipel der wilden Schönheit entdeckt sie sich neu. Regisseurin Nora Fingscheidt schuf mit «The Outrun» und Saoirse Ronan in der Hauptrolle ein erschütterndes Psychodrama und gleichzeitig ein herausforderndes Welttheater. Ab 21. November im Kino
- The Seed of the Sacred Fig
- Teheran, zu Beginn der Bewegung «Frau, Leben, Freiheit»: Kaum ist Iman am Revolutionsgericht aufgestiegen, kämpft er wegen der landesweiten Proteste zunehmend mit Misstrauen. Als seine Dienstwaffe verschwindet, ergreift er gegen Frau und Töchter drastische Massnahmen, während diese angesichts der Frauenproteste die sozialen Normen und Familienregeln zu hinterfragen beginnen. Der Filmemacher Mohammad Rasoulof erzählt in «The Seed of the Sacred Fig» mutig und spannend von einer Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet. Ab 14. November im Kino
- Typisch Emil
- Emil bringt uns zum Lachen: Nach Bühnenauftritten und Zirkustourneen, Theaterdirektion und Kinoleitung, Grafikbüro und Werbespotregie, Auszeit in New York, Bücher-Schreiben und Bühnen-Comeback gibt es zu Emils 90. Geburtstag den Kinodokumentarfilm «Typisch Emil» von Phil Meyer über den Schweizer Kult-Kabarettisten: zum Lachen und zum Weinen vor Lachen. Ab 7. November im Kino
- The Missile. Neuigkeiten aus Lappland
- Reise durch den wilden Norden: Wie die in Norden gefeierte Drehbuchautorin und Regisseurin Miia Tervo «The Missile. Neuigkeiten aus Lappland» als poetisch-irrwitzige Tragikomödie mit liebevoll gezeichneten Figuren beginnt und nach und nach zum analysierenden Gesellschafts- und anteilnehmenden Emanzipationsdrama einer Chaoskönigin entfaltet, ist klasse. Ab 12. Dezember im Kino
- The Room Next Door
- Eine Freundschaft als Sterbehilfe: Der spanische Meisterregisseur Pedro Almodóvar bringt uns in seinem Film «The Room Next Door» die zwei auch politisch engagierten Stars Tilda Swinton und Julianne Moore nahe, die uns Anteil nehmen lassen am Sterben von Martha und der freundschaftlichen Begleitung durch Ingrid: mutig, eindrücklich, vielschichtig und anregend.
- The Village Next to Paradise
- Nahe am Paradies: In einem somalischen Dorf muss sich eine neu gegründete Familie zwischen ihren unterschiedlichen Wünschen in ihrer komplexen Welt zurechtfinden. Liebe, Vertrauen und Widerstand unterstützen sie auf ihrem Lebensweg. Der vielbeachtete Erstlingsspielfilm «The Village Next to Paradise» des Somaliers Mo Harawe wurde in Cannes ausgezeichnet und hat eine stille, grosse Botschaft.
- To Kill a Mongolian Horse
- Zwischen Tradition und Moderne: Donnernde Pferdehufe und elegante Akrobatik einerseits, ein Mann und seine Ex-Frau andererseits kreieren uns, aus weiblicher Perspektive, ein intimes und gleichzeitig welthaftes Spannungsfeld der Männlichkeit in der Krise. Die junge chinesische Regisseurin Xiaoxuan Jiang offeriert uns mit «To Kill a Mongolian Horse» ein Gleichnis darüber aus der Mongolei, das weltweite Gültigkeit haben dürfte. Ab 24. Juli im Kino
- Volveréis
- Ein fast klassischer Liebesfilm: Der spanische Cineast Jonás Trueba lädt ein zu einem zauberhaft verspielten Film über Liebe, Abschied und Wiedersehen. Nach 14 Jahren entscheiden sich Ale und Alex, auseinanderzugehen und ihre Freunde zu diesem Anlass einzuladen. «Volveréis» unterhält bestens und motiviert, weiter darüber zu sinnieren. Ab 14. August im Kino
- Tatti, paese di sognatori
- Ein Dorf erwacht zum Leben: Mit «Tatti, paese di sognatori» schuf der Schweizer Filmemacher und Ethnologe Ruedi Gerber die zauberhafte Liebesgeschichte eines abgelegenen Ortes in der Toscana. Während man vielerorts auf dem Land auswandert, wächst in Tatti eine neue Dorfgemeinschaft heran, erblühen Freundschaften und erstrahlt eine Lebensfreude, die wohl auch für anderswo Mut machen. Aab 19. März im Kino
- Tereza - O Último Azul
- Das Coming-out einer Seniorin: Die 77-jährige Tereza lebt und arbeitet in einer kleinen Industriestadt am Amazonas, bis eine offizielle Regierungsanordnung verlangt, die Alten hätten in Seniorenwohnheime zu ziehen. Sie aber weigert sich und macht sich auf eine Reise. Der Brasilianer Gabriel Mascaro schuf mit seinem Spielfilm «Tereza ̶̶ O Último Azul» erstens ein Roadmovie einer alten Frau und zweitens eine Parabel über einen dystopischen gesellschaftlichen Prozess.
- The Happiest Man in the World
- Der Reigen von Sarajevo: Asja, eine Frau um die Vierzig, geht zu einem Speed-Dating, um die Liebe zu finden. Dort trifft sie Zoran, der auf Vergebung für seinen Kriegseinsatz hofft. Die mazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska bietet mit «The Happiest Man in the World» trockenen Humor, heilsame Verunsicherung, eine Katharsis und aussergewöhnliches Schauspiel. Ab 23. März im Kino
- Unter Pflanzen
- Wie Pflanzen kommunizieren: Ein sinnlich-poetischer Film über die Beziehungen zwischen Pflanzen, Insekten und Menschen, und wie die Verflechtung von Wissenschaft und Kunst neue Perspektiven auf eine volatile Welt eröffnet. Die Schweizer Filmemacherin Antshi von Moos lädt uns mit ihrer Masterabschlussarbeit «Unter Pflanzen ‒ Ein Perspektivenwechsel» ein zum Staunen, Denken und Sinnieren: ein Muss der anderen Art, weil dieser Film-Essay zeigt, wie die Welt anders sein könnte und müsste. Ab 14. Mai im Kino
- Tristan Forever
- Eine Odyssee ans Ende der Welt: Jahre lang pflegte ein Arzt aus Paris Freundschaften mit Bewohnern von Tristan da Cunha, der abgelegensten bewohnten Insel. Nun reist er mit dem Plan ab, für immer dort zu bleiben. Mit ihrem stillen und dennoch radikalen Film «Tristan Forever» führen uns der Schweizer Filmer Tobias Nölle und der Franzose Loran Bonnardot an einen utopischen und dennoch realen Ort hinter den Horizonten. Ab 17. September im Kino