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Jaffa
Romeo und Julia in Israel
Jaffa The Orange's Clockwork
Seit Jahrzehnten ist die Jaffa-Orange die wohl bekannteste Zitrusfrucht und ein wesentlicher Bestandteil des israelischen Gründungsmythos. Vor allem aber – und das enthüllt Eyal Sivans Dokumentarfilm – ist sie nicht nur reich an Vitaminen, sondern steckt voller Geschichten um Politik, Ökonomie und Manipulation, anhand derer man die Bruchstellen und Gemeinsamkeiten israelischer und arabischer Geschichte betrachten kann.
Je suis Charlie!
Daniel und Emmanuel Leconte haben zum 1. Jahrestag des Attentats auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» einen Film realisiert, der erinnert, aufwühlt, bewegt und fragt.
Jesus' Son
Der Film «Jesus' Son» basiert auf der gleichnamigen Sammlung von Kurzgeschichten des gefeierten Jungschriftstellers Denis Johnson, welche die 43-jährige Neuseeländerin Alison Maclean kongenial verfilmt hat.
Jetzt oder nie
Ein Vierteljahrhundert lang war es der deutsche Film «Lina Braake» von Bernhard Sinkel, der die anarchistischen Gefühle von Jungen und Alten über das Leben der Senioren mit einem veritablen Bankraub eines alten Liebespaares anstachelte und befriedigte.
Jimmy's Hall
Sozialkritik: altersmild: Der 78jährige Ken Loach, bekannt mit seinen über dreissig sozialkritischen Spielfilmen, schuf mit «Jimmy’s Hall» ein weiteres Werk über Solidarität und Unterdrückung.
Joschka Herr Fischer
Die neue deutsche Geschichte an einer Person demonstriert
Jour de nuit
Der mehrfach ausgezeichnete Film «Jour de nuit» der Berner Filmemacher Dieter Fahrer, früher Fotograf, und Bernhard Nick, ehemals Musiker, beide Jahrgang 1958, ist eine Sinnenreise ins Licht.
Julieta
Ein Mutter-Tochter-Drama: Eine Mutter sucht ihre verschwundene Tochter, nachdem beide am Tod des Geliebten und Vaters gelitten haben. Vielschichtig und sinnlich erzählt von Pedro Almodóvar im Film «Julieta».
Kadosh
Am letzen Festival von Cannes wurde Amos Gitais eindrücklicher Antikriegsfilm «Kippur» gezeigt.
Kinshasa Symphony
Erfrischend dieser schöne, kleine Film von Martin Baer und Claus Wischmann über das Orchestre «Symphonique Kimbanguiste», berührend in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa die «Neunte» von Beethoven zu hören. Anregend die Tatsache, wie in einem Land, in welchem 90% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben, Musik gemacht und gehört wird.
Köpek
Ein gewöhnlicher Tag in Istanbul: Drei Menschen auf der Suche nach Liebe. Die türkisch-schweizerische Regisseurin Esen Isik malt mit dem Film «Köpek» ein Sittengemälde ihrer Heimatstadt, das betroffen macht und zum Denken anregt.
Kühe, Käse und drei Kinder
Auf Augenhöhe mit Kindern: Susanna Fanzun hat mit «Kühe, Käse und drei Kinder» einen wunderbaren Dokumentarfilm über das Leben einer Familie auf der Alp Gün geschaffen: einfühlsam und anregend für Alt und Jung.
Kuzu
Ein Junge als Opferlamm: Kutluğ Ataman drehte über eine Beschneidung in einem fiktiven anatolischen Dorf den bewegenden und nachdenklichen Film «Kuzu»
L'économie du couple
Die Liebe und das Geld: Nach 15 Jahren Ehe will sich Marie von Boris scheiden; da die Finanzen dafür nicht reichen, leben sie weiter zusammen. Psychologisch und sozialkritisch eindrückliche Filmstudie des Belgiers Joachim Lafosse.
L'Escale
Ein Aufschrei der Empörung: Der Film «L’Escale» von Kaveh Bakhtiari konfrontiert uns mit der weltweiten Völkerwanderung. Ein wichtiger Diskussionsbeitrag, vor allem nötig nach der Abstimmung vom 9. Februar 2014.
L'étudiante et Monsieur Henri
Ein mürrischer Alter nimmt eine abgebrannte Junge als Untermieterin auf. Die französische Wohlfühl-Komödie «L'étudiante et Monsieur Henri» von Ivan Calbérac mit Claude Brasseur hat Humor und Tiefgang.
L'intrepido
An-Teil-Nahme: Gianni Amelio gelingt mit dem Film «L’intrepido» etwas Grosses: das Porträt eines Mannes, der für andere arbeitet, Glück verbreitet und Unglück erträgt – grossartig gespielt von Antonio Albanese.
La belle saison
Frauenbewegte 70er-Jahre: Melodrama zweier Lesben zwischen dem frauenbewegten Paris und der bäuerlichen Provinz. Catherine Corsinis Film «La belle saison» schildert einfühlsam die erotische Beziehung und das gesellschaftliche Umfeld.
La classe
Fragen an die multikulturelle Schule
La dernière fugue
«La dernière fugue» von Léa Pool, nach dem Roman «Une belle mort» von Gil Courtemanche: eine Hymne ans Leben mit seinen Sonnen- wie Schattenseiten – ein Meisterwerk!
La forteresse
Fernand Melgar, in Marokko geboren, filmischer Autodidakt und seit Jahren erfolgreicher Dokumentarfilmer, zeigte in Solothurn «La forteresse».
La loi du marché
Ein Gesicht der Arbeitslosigkeit: Der Spielfilm «La loi du marché» von Stéphane Brizé beschreibt beeindruckend und analysierend am Beispiel eines Mannes, der seine Arbeit verloren hat und eine neue suchen muss, Grundübel des Kapitalismus.
La memoria del agua
Vom Geheimnis der Liebe: Was ist das: eine tiefe menschliche Beziehung? Der Chilene Matías Bize bleibt in «La memoria del agua» dem Thema seiner früheren Filme treu und gibt eine Antwort. Grossartig gestaltet und bewegend: ein Meisterwerk!
La Passion d'Augustine
Ein Leben für die Musik: Klosterfrauen leisten, geführt von ihrer Oberschwester, Widerstand gegen das Reaktionäre in der katholischen Kirche – im Film «La Passion d’Augustine» der Kanada-Schweizerin Léa Pool.
La petite chambre
Am 12. März 2011 wurde der Film«La petite chambre» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond als «bester Schweizer Spielfilm» und für das «beste Drehbuch» ausgezeichnet. Absolut verdient!
La source des femmes
In einem kleinen Dorf irgendwo zwischen Nordafrika und dem Nahen Osten verlangt die Tradition von den Frauen, das Wasser an der Quelle hoch oben über dem Dorf zu holen. Der Weg dorthin ist anstrengend und hat schon zu Unfällen geführt.
La tête en friche
Nun folgt – nach «Mammuth», «Small World», «Satte Farben vor Schwarz», «Another Year», «Welcome to the Riley», «Das Ende ist mein Anfang» und «La dernière fugue» – der letzte der Filme über das Alter, die derzeit in den Schweizer Kinos laufen: «La tête en friche»!
La vie ne me fait pas peur
Das neue Werk der französischen Regisseurin Noémie Lvovsky handelt in den 70er-Jahren, was für uns eine wohltuende Distanz schafft. Vier Mädchen rasen darin überdreht durch ihre Pubertät und erleben chaotische Gefühlsorgien, überströmt von einer Atmosphäre heiterer Anarchie.
Le cercle
Eine Frau darf in der Öffentlichkeit nicht rauchen und muss einen Tschador tragen. Sie kann ohne Ehemann nicht in einem Hotel übernachten, sie kriegt ohne Identitätskarte kein Ticket für den Bus und kann ohne Einwilligung ihres Gatten keine Abtreibung vornehmen lassen.
Le fils de l'autre
Nach der Geburt wurde ein israelisches Baby mit einem palästinensischen vertauscht. Im Film «Le fils de l'autre» von Lorraine Lévy klärt sich dieses Missgeschick auf und wird gleichzeitig der Nahostkonflikt differenziert untersucht.
Le gamin au vélo
Auf der Suche nach dem Vater
Le grand voyage
Eine Reise unternehmen bedeutet, einen Ort verlassen, um einen andern zu erreichen; Lernen, ein Wissen oder Können, eine Meinung oder ein Bewusstsein aufgeben, um Neues zu erfahren, zu entdecken, zu erkennen und zu erleben.
Le Havre
Ein Meisterwerk von Kaurismäki: Ein Alter kämpft gegen einen unmenschlichen Staatsapparat
Le passé
Von der Vergangenheit eingeholt … Wie nach der Trennung in «A Separation» holt nach der Scheidung in «Le passé» die Vergangenheit die Protagonisten ein. Der iranische Meisterregisseur Asghar Farhadi ergründet die zwischenmenschlichen Verstrickungen.
Le quattro volte
Ein Film zum Meditieren
Le tableau noir
Eine Gruppe arbeitsloser Männer irrt, wie eine Insektenkolonne, durch eine karge Landschaft an der Grenze zwischen Iran und Irak und trägt riesige Schiefertafeln auf dem Rücken, die sie klaglos transportiert, um Schülern das Lesen und Schreiben beizubringen. Ihr Weg scheint endlos. Zu reden gibt es nicht viel.
Le tableau noir
Yves Yersins, ein Altmeister des Schweizer Films (*1942), bekannt seit «Les petites fugues» (1979), lädt mit seinem Dokumentarfilm «Tableau noir» in eine ländliche Gesamtschule mit 6- bis 12-jährigen Schülerinnen und Schülern ein.
Le tout nouveau testament
Ein Film über Gott: Man meint viel über Gott und seinen Sohn zu wissen, aber nichts über seine Tochter. Das wird sich mit dem witzigen und provokativen Film «Le tout nouveau testament» des Belgiers Jaco van Dormael ändern.
Le Voyage en Chine
Auf der Suche nach dem Sohn: Mit dem einfühlsamen Film «Voyage en Chine» schuf Zoltán Mayer das Porträt einer Mutter, die auf dem Weg zu ihrem toten Sohn eine fremde Welt und sich selbst neu und besser kennenlernt.
Le Week-End
Ein ehelicher Neustart mit 60: Ein älteres Ehepaar versucht im Film «Le Week-End» von Roger Michell das Feuer ihrer Liebe neu zu entfachen: erheiternd und besinnlich zugleich.
Left Foot Right Foot
Jugendliche nach der Schulzeit: Lehrpersonen kennen Jugendlichen vor allem als Schülerinnen und Schüler, wohl wissend, dass diese neben der Schule noch ein anderes Leben führen. Ein solches zeigt der Spielfilm «Left Foot Right Foot» von Germinal Roaux. Am Beispiel von drei Menschen um Zwanzig werden uns Schwierigkeiten heutiger Jugendlicher vor Augen geführt.
Lemon Tree
Von den neueren Spielsfilmen aus Israel/Palästina, die bei uns in die Kinos kommen, ist «Lemon Tree» vom israelischen Regisseur Eran Risklis vielleicht der wichtigste.
Les Choristes
Wenn Lehrpersonen in der Schule bei einem Kind erzieherisch am Anschlag sind, gibt es oft als letzte Lösung nur noch eine Heimeinweisung.
Les femmes du 6e étage
Filmkomödie einer Bekehrung zu Spontaneität und Lebensfreude
Les herbes folles
«Les herbes folles», eine Alters-«Amour fou» - Der Altmeister des französischen Films, Alain Resnais, lädt ein zum Denken und zum Vergnügen.
Les plages d'Agnès
Agnès Varda : La jeune grand-mère - Autobiografie der grossen alten Dame des französischen Films
Let’s make money
Der neue Informationsfilm von Erwin Wagenhofer («We feed the World») folgt der Spur des Geldes im weltweiten Finanzsystem. Die meisten von uns haben ihr Geld auf einem Bankkonto oder einem Sparbuch liegen.
Liebe&Zufall
Fredi M. Murers Commedia humana: Eine Frau begegnet ihrer Vergangenheit und findet ihre Zukunft. Der Film «Liebe&Zufall» von Fredi Murer ist unterhaltsam und tiefgründig, vielleicht sein Opus magnum.
Like Father, Like Son
Mit «Like Father, Like Son» schenkt uns der Japaner Hirokazu Kore-eda ein filmisches Meisterwerk von universaler Bedeutung.
Limelight
Suchen nach dem verlorenen Glück
Lola
Zwei Grossmütter kämpfen ums Überleben
Lou Andreas-Salomé
Eine mutige Freidenkerin: Lou Andreas-Salomé. Friedrich Nietzsche hat sie verehrt, Rainer Maria Rilke geliebt, Sigmund Freud bewundert und Cordula Kablitz-Post über sie einen grossen, vielschichtigen Film gedreht.
Lourdes
Die Regisseurin Jessica Hausner beschreibt am Beispiel eines «Wunders» in Lourdes die grundlegenden Konstanten der menschlichen Selbstfindung mit Diskretion, lakonischem Humor und Fragen, die offen bleiben.
Love Island
Liebe: alles inklusive: Die Kroatin Jasmila Žbanic schuf mit «Love Island» eine wunderbare Sommerkomödie und gleichzeitig einen tiefschürfenden Film-Essay über die Liebe.
Lovely Louise
Eine Mutter-Sohn-Symbiose Nach ihrem Erfolgsfilm «Herbstzeitlosen» erzählt Bettina Oberli in «Lovely Louise», zwischen Komödie und Tragödie pendelnd, die Geschichte eines alternden Muttersöhnchens und seiner dominanten Mutter.