Titel
- 0-9
- ABC
- DEF
- GHI
- JKL
- MNO
- PQRS
- TUV
- WXYZ
- Los Lobos
- Von Mexiko nach Amerika geflüchtet: Im Stil des italienischen Neorealismus, ins Heute versetzt, erzählt der Mexikaner Samuel Kishi Leopo das Migrationsdrama «Los Lobos» mit einer alleinerziehenden Mutter und ihren zwei Buben. Weiterhin hoch aktuell!
- Costa Brava, Lebanon
- Eine Utopie wird zerstört: Die Libanesin Mounia Akl hat mit ihrem Erstlingsfilm «Costa Brava, Lebanon» eine Analyse der Situation im Land, das sensible Psychogramm einer Familie ob Beirut und das Gleichnis eines Überlebensversuchs in einer destruktiven Welt geschaffen. Ab 3. Februar im Kino
- La Mif
- Betroffenheit und Schweigen: Der Spielfilm «La Mif» von Fred Baillif beschreibt den Alltag in einem Genfer Mädchenheim und eskaliert, begnügt sich aber nicht mit Analysen und Schuldzuweisungen, sondern stösst dorthin vor, wo es Betroffenheit und Schweigen auslöst.
- Burning Days
- Kampf eines Idealisten: Wie der türkische Regisseur Amin Alper im spannenden und sinnstiftenden Thriller «Burning Days» im tiefen Anatolien mit einem engagierten Staatsanwalt einen politischen Wasser-Skandal aufzudecken versucht, ist allgemeingültig und verbindlich. Ab 16. Oktober im Kino
- The Happiest Man in the World
- Der Reigen von Sarajevo: Asja, eine Frau um die Vierzig, geht zu einem Speed-Dating, um die Liebe zu finden. Dort trifft sie Zoran, der auf Vergebung für seinen Kriegseinsatz hofft. Die mazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska bietet mit «The Happiest Man in the World» trockenen Humor, heilsame Verunsicherung, eine Katharsis und aussergewöhnliches Schauspiel. Ab 23. März im Kino
- La hija de todas las rabias
- Im Müll der Welt überleben: Nicaragua. Maria und ihre Mutter Lilibeth leben in prekären Umständen am Rand der grössten Müllhalde des Landes. Der Spielfilm «La hija de todas las rabias» von Laura Baumeister erzählt die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung und eine Parabel über das Leben im Müll. Ab 6. Juli im Kino
- Past Lives
- Von der Zärtlichkeit des Seins: Mit dem Spielfilm «Past Lives» hat die südkoreanische Regisseurin Celine Song ein Werk geschaffen über eine verpasste und gleichzeitig erfüllte Liebe: Faszinierend, spannend und wahrscheinlich bei vielen die Augen und Herzen öffnend. Ab 17. August im Kino
- Mami Wata
- Voodoo-Legende als Gleichnis der Weltgeschichte: In einem afrikanischen Dorf verehren die Menschen die Göttin Mami Wata und suchen Rat bei Mama Efe, ihrer Vertreterin auf Erden. Weil an deren Kräften gezweifelt wird, sollen ihre Töchter diese Aufgabe weiterführen. Der Nigerianer C. J. Obasi und seine Kamerafrau Lilis Soares schufen mit «Mami Wata» ein ästhetisches und ethisches Meisterwerk voll Spiritualität und Grösse. Ab 21. September im Kino
- 20’000 Especies de Abejas
- Als Junge sterben, als Mädchen geboren werden: In «20’000 Especies de Abejas», dem berührenden Spielfilmdebüt der Spanierin Estibaliz Urresola Solaguren, lassen uns Frauen aus drei Generationen das Thema Geschlechtsidentität auf sensible und aufgeklärte Art erleben und verstehen.
- Bergfahrt
- Willkommen zum grossen Berg-Seminar: Dominique Margot lädt uns mit ihrem Filmessay «Bergfahrt», ein, mit Forscher:innen, Bergsteiger:innen und Künstler:innen über den Berg, der kaum je bedacht wird, nachzudenken und zu sinnieren.
- Hors-Saison
- Wenn das Leben (nicht) gelingt: Stéphane Brizé, bisher vor allem mit seinen sozialkritischen Werken berühmt, hat mit «Hors-Saison» einen schmerzhaft-zärtlichen, optimistisch-melancholischen Spielfilm über Einsamkeit und Liebe in den «Zwischenzeiten» des Lebens geschaffen. Ab 9. Mai im Kino
- Confidente
- Sabiha arbeitet in einem Erotik-Callcenter: Sie nimmt Anrufe an und spricht mit den Männern. Bis ein Erdbeben Istanbul erschüttert und einen Teenager, mit dem sie eben gesprochen hat, verschüttet, der sie um Hilfe anfleht. Um ihn zu retten, fällt ihr als Lösung nur ein hoher Politiker, einer ihrer Kunden, ein. Das aber zieht sie selbst in ein politisches Komplott. Das Regiepaar Çağla Zencirci & Guillaume Giovanetti hat mit «Confidente» einen Thriller und gleichzeitig ein Kammerspiel geschaffen. Ab 7. August in den Kinos
- In die Sonne schauen
- Ein Hof in der Altmark: Die Wände atmen seit über hundert Jahren das Leben der Menschen, ihr Sein in der Zeit. Der Film-Essay «In die Sonne schauen» der deutschen Regisseurin Mascha Schilinski erzählt von vier Frauen und weiteren Personen aus unterschiedlichen Epochen, deren Leben miteinander verwoben ist und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen lässt. Ein Meisterwerk, das vielleicht auf ein neues Kino verweist. Ab 11. September im Kino
- Where the Wind Comes from
- Die Zukunft träumen: Alyssa und Mehdi wollen aus der Enge von Tunis hinaus und in ein anderes Leben hinein. Als sich Gelegenheit bietet, beginnt für sie eine abenteuerliche Reise, die sie auf die Probe stellt und uns zur Fantasie für ein neues Fühlen und Denken verhilft. Die tunesische Regisseurin Amel Guellaty hat mit ihrem Debütspielfilm «Where the Wind Comes from» einen Wohlfühlfilm mit Tiefgang geschaffen. Ab 4. September im Kino
- Mother's Baby
- Postnatale Depression: Julia und Georg wünschen sich schon lange ein Kind. Doch als das Baby da ist, wird aus dem Traum ein Albtraum. Der Psychothriller «Mother's Baby» von Johanna Moder erfordert Empathie und Auseinandersetzung. Weil das Thema oft verleugnet wird, ist der Film wichtig. Ab 18. September im Kino
- Tereza - O Último Azul
- Das Coming-out einer Seniorin: Die 77-jährige Tereza lebt und arbeitet in einer kleinen Industriestadt am Amazonas, bis eine offizielle Regierungsanordnung verlangt, die Alten hätten in Seniorenwohnheime zu ziehen. Sie aber weigert sich und macht sich auf eine Reise. Der Brasilianer Gabriel Mascaro schuf mit seinem Spielfilm «Tereza ̶̶ O Último Azul» erstens ein Roadmovie einer alten Frau und zweitens eine Parabel über einen dystopischen gesellschaftlichen Prozess.
- Ai Weiweis Turandot
- Ein grosser umgeackerter Opernfilm: Mit beeindruckender Kreativität schuf Maxim Derevianko mit «Ai Weiweis' Turandot» einen politisch-ästhetischen Film, der uns in die Welt von Puccinis «Turandot» und in die Kunst von Ai Weiwei eintauchen lässt. Grossartig und herausfordernd für Opern-, Politik- und/oder Kunst-Interessierte. Ab 13. November im Kino
- Silent Friend
- Ein Baum und seine Freunde: Im botanischen Garten der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg wird ein majestätischer Ginkgobaum stiller Zeuge tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. Die hochdekorierte ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi schuf mit «Silent Friend» ein geheimnisvolles, tiefsinniges Gleichnis über das Sich-Näher-Kommen. Ab 22. Januar im Kino
- Bauernkrieg
- Von der Ballade zum Krieg und weiter: 1998 hat Erich Langjahr zum 150. Geburtstag der modernen Schweiz, als zweiten Teil einer Trilogie, den Dokumentarfilm «Bauernkrieg» realisiert, 2025 kommt dieser, restauriert und digitalisiert, als Reprise in die Kinos. Der Film war damals eine engagierte filmische Auseinandersetzung mit dem GATT-Beitritt der Schweiz und hat heute nichts von seiner Aktualität verloren. Ab 29. Januar im Kino