Neuheiten
- Renoir
- Den Schmerz der anderen verstehen: In ihrem zweiten Spielfilm erzählt die japanische Regisseurin Chie Hayakawa eine Geschichte, deren Ursprung ihre eigenen schmerzhaften und verwirrenden Kindheitserlebnisse sind. Der Spielfilm «Renoir» stellt auf turbulente und provozierende Weise die Frage: Kann man den Schmerz anderer wirklich verstehen? Ab 28. Mai im Kino
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Newsletter 216-2026
- Die Nachrichten erwähnen täglich den Iran, einerseits als Land, das von USA und Israel vernichtet werden soll, andererseits, dass die Mullahs ihr eigenes Volk vernichtet wollen. Dies sind in Kurzform zwei Hintergründe des Filmes «Divine Comedy», auf den nachfolgend verwiesen und der in der Besprechung auf dieser Website besprochen wird. Wichtig scheint es mir deshalb, dass wir täglich möglichst objektive Medienberichte erhalten, wichtig zusätzlich, dass ein Filmemacher wie Ali Asgari aus diesem Land mit seinem Film die Tiefe dieser Welt auslotet.
- Divine Comedy
- Iranische Tragikomödie: Bahram ist ein gefeierter Regisseur, dem der Staat jedoch die Vorführung seines neuen Filmes in der Heimat verbietet. Gemeinsam mit seiner Produzentin Safad Asgari setzt er alles daran, den Film dennoch in ein Kino zu bringen. Eine feine und gleichzeitig radikale Satire ist «Divine Comedy», die daran erinnert, dass Kino und Lachen Akte des Widerstandes und der Aufklärung sein können. Der ebenfalls gefeierte Regisseur unseres Films, Ali Asgari, lacht mit seinem Film den Unterdrückern frontal und frech ins Gesicht. Ab 23. April im Kino, am Samstag, 25. April, mit dem Regisseur im Arthouse Piccadilly in Zürich.
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Newsletter 215-2026
- Der Tod ist ein Arschloch
- Wichtiger Film mit provokantem Titel: Eric Wrede und sein Team nehmen uns im Film «Der Tod ist ein Arschloch» mit auf eine schonungslos ehrliche und berührende Reise an den Rand des Lebens. Zwischen Krematorium und Wohnzimmern, Erinnerungen und Gesprächen mit Trauernden schufen Michael Schwarz und Alexander Griesser einen Film, der dem Tod ins Angesicht schaut und einem Publikum, das noch wenig Erfahrung mit dem Sterben hat, weiterhelfen kann. Ab 20. April im Kino
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Newsletter 214 - 2026
- Barbara Buser - Pionierin der Nachhaltigkeit
- Lebensräume erschaffen: Die Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude und baut diese mit wiederverwendetem Baumaterial um. Wo andere abreissen, sucht sie das Bestehende neu zu beleben. Aus ehemaligen Industriearealen entstehen urbane Lebensräume. Eine frühere Maschinenfabrik verwandelte sie in ein Quartierzentrum, das Gundeldinger Feld wird als ihr Meisterstück bezeichnet. Gabriele Schärer schuf mit dem Dokumentarfilm «Barbara Buser ‒ Pionierin der Nachhaltigkeit» ein leidenschaftliches, geniales Plädoyer für weibliches, zukunftsweisendes Bauen.
- Frauen am Bauen
- Frauen fördern Frauen: Ginger Hobi-Ragaz hat mit ihrem klugen und witzigen Dokumentarfilm «Frauen am Bauen» ein Thema informativ und persönlich ausgeleuchtet, das im Alltag kaum wahrgenommen wird, obwohl es wichtige Fragen über Frauenemanzipation stellt, zum Weiterdenken und da oder dort wohl zum Handeln anregt. Verschiedene Aufführungen sind geplant, Verleih am Schluss der Besprechung gibt Auskunft.
- Calle Málaga
- Von der Würde des Alters: Die 79-jährige Spanierin Maria Angeles Muñoz ist seit vierzig Jahren in Tanger im Norden Marokkos und geniesst das Leben in ihrer Stadt, bis ihre Tochter Clara aus Madrid anreist und ihr Leben auf den Kopf stellt. Maryam Touzani hat mit ihrem dritten Spielfilm «Calle Málaga» mit der 80-jährigen Carmen Maura in der Hauptrolle eine grossartige Tragikomödie über das Leben am Rande geschaffen, das an Nuancen und Intensität, Tiefe und Empathie den anderen nicht nachsteht.
- Walter Lietha
- Ein Troubadour der 70er-Jahre: Stefan Haupt hat mit «Walter Lietha. Drum sing i grad drum» eine persönliche und tiefsinnige, informative und humorvolle Würdigung des Schweizer Liedermachers geschaffen, die uns in diese Zeit mitnimmt und ans Herz rührt. Ab 16. April im Kino
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Newsletter 213-2026
- DJ Ahmet
- Junge Liebe im Patriarchat: Eigentlich müsste Ahmet die Schafe hüten, doch viel lieber möchte er als DJ auftreten. Die Träume des Teenagers prallen auf die raue Realität eines kleinen Dorfes in Nordmazedonien, bis der Hirt die gleichaltrige Aya kennenlernt. Der in New York geborene Nordmazedonier Georgi M. Unkovski erzählt in seinem Spielfilmerstling «DJ Ahmet» die Geschichte weiter und schafft eine humorvolle und kritische Parabel, wie Musik Lebensläufe verändern kann. Ab 2. April im Kino
- Tatti, paese di sognatori
- Ein Dorf erwacht zum Leben: Mit «Tatti, paese di sognatori» schuf der Schweizer Filmemacher und Ethnologe Ruedi Gerber die zauberhafte Liebesgeschichte eines abgelegenen Ortes in der Toscana. Während man vielerorts auf dem Land auswandert, wächst in Tatti eine neue Dorfgemeinschaft heran, erblühen Freundschaften und erstrahlt eine Lebensfreude, die wohl auch für anderswo Mut machen. Aab 19. März im Kino
- Gelbe Briefe
- Im existenziellen Clinch: Im Mittelpunkt des spannenden und mitreissenden Films «Gelbe Briefe» steht ein Paar, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und der angebotenen Anpassung entscheiden muss, eindrücklich in Szene gesetzt vom deutschen Regisseurs İlker Çatak und türkischen Protagonist:innen.
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Newsletter 212-2026