Neuheiten

Immortals
Wie Iraks Jugend seine Zukunft erkämpft: Milo und Khalili sind zwei Gesichter der irakischen Jugend, die seit der Oktoberrevolution 2019 unermüdlich für eine bessere Zukunft kämpft. Die Schweizerin Maja Tschumi taucht mit ihrem Dokumentarfilm «Immortals» tief ein in den Alltag des irakischen Volkes ein, dessen Durchschnittsalter bei 21 Jahren liegt. Ab 24. April im Kino
Ausgabe Newsletter 197-2025
Black Dog
Mann und Hund, zwei Weggefährten: Nach zehn Jahren Gefängnis kehrt Lang in seine Heimat am Rande der Wüste Gobi zurück. Während er für die lokale Hundepatrouille arbeitet, die das Städtchen vor den Olympischen Spielen 2008 von streunenden Hunden befreien soll, schliesst er Freundschaft mit einem von ihnen. Der chinesische Regisseur Guan Hu erzählt in «Black Dog» die berührende und symbolhaltige Erzählung eines einsamen Mannes und eines einsamen Hundes. Ein zeitlos-schönes und atemberaubend-episches Meisterwerk! Ab 10. April im Kino
Mother Mara
Vom Zusammenbruch zur Selbstfindung: Mara, eine Anwältin, wird durch den Tod ihres Sohnes aus ihrem eigenen Leben gerissen und macht sich anschliessend auf den schwierigen Weg durch die Welt des Todes und der Liebe zu einem neuen Frausein. Bildstark und sinnvoll schafft Mirjana Karanović dies in ihrem zweiten Film «Mother Mara» als Regisseurin und als Hauptdarstellerin.
Das Licht
Ein Film über alles: Der deutsche Erfolgsregisseur Tom Tykwer schildert im Film «Das Licht» die in seinen Augen aktuell beunruhigende politische Stimmung in Deutschland, was analog wohl auch für die Schweiz gilt, und kreiert dafür ein Mammutwerk, das auch den Klimawandel, die Flüchtlingsfrage und die Entfremdung umfasst.
Ausgabe Newsletter 196-2025
Agent of Happiness
In memoria: Richard Dindo
* 5. Juni 1944 † 12. Februar 2025. Der Schweizer Dokumentarfilmer italienischer Abstammung lebte in Zürich und in Paris. Wegen seiner akribischen, emotional engagierten Recherchen galt er als «anwaltschaftlicher Filmer».
Die Hinterlassenschaft des Bruno Stefanini
Der Tausendsassa von Winterthur: Mit diskretem Witz und interessanten Informationen erzählt Regisseur Bruno Haemmerlis «Die Hinterlassenschaft des Bruno Stefanini» von dessen Aufstieg zum milliardenschweren Immobilien-Tycoon, seinem Sammlungsfuror bis zum Zerplatzen des Traumes seines grossen Volksmuseums und ergänzt die Story mit einem wenig bekannten Stück Schweizer Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Ab 20. März im Kino
Heldin
Die wahre Heldin: Die Pflegefachfrau Floria, grossartig verkörpert von Leonie Benesch, arbeitet mit Leidenschaft und Professionalität auf der chirurgischen Abteilung eines Kantonsspitals. Die Regisseurin Petra Volpe greift mit ihrem Spielfilm «Heldin» den sich zuspitzenden Mangel an qualifizierten Pflegekräften in der Schweiz und weltweit auf und erschuf dazu eine überzeugende und ansteckende Liebeserklärung an das Pflegepersonal.
Ausgabe Newsletter 195-2025
Segnali di vita
Lebenszeichen unter dem Sternenhimmel: Ein Astrophysiker lernt in einem italienischen Bergdorf, dass Menschlichkeit nicht mit Wissenschaft zu ergründen ist, und die Bevölkerung des Dorfes erhält in den Gesprächen mit ihm beglückende Zeichen des Lebens. Der Dokumentarspielfilm «Segnali di vita» von Leandro Picarella ist wahrscheinlich, trotz viel Italianità, einer der stillsten und innigsten Liebesfilme seit langem, der uns staunen und schweigen lehren kann. Ab 27. Februar im Kino
Suspekt
Porträt eines sozialen Strafverteidigers: Hat jeder Mensch das Recht auf Verteidigung? Ist es moralisch vertretbar, gerechte Zwecke mit Gewalt durchzusetzen? Mit diesen Fragen war Bernard Rambert, auch als «Roter Beni» bekannt, sein ganzes Leben lang konfrontiert. Christian Labhart hat darüber den Dokumentarfilm «Suspekt« gedreht: ehrlich und mutig, aufklärend und sensibel.
Friedas Fall
Wenn das Leben grausamer ist als der Tod: Die Näherin Frieda Keller hat ihr fünfjähriges, durch Vergewaltigeung erzeugtes Kind aus Verzweiflung getötet und soll zum Tode verurteilt werden. Dieses Ereignis von Anfang des letzten Jahrhunderts erschütterte die Schweiz, ist aber auch heute noch weltweit aktuell. Die Regisseurin Maria Brendle hat mit «Friedas Fall» und der grossartigen Julia Buchmann in der Titelrolle ein differenziertest, empathisches und aufwühlendes Meisterwerk über ein Frauenschicksal geschaffen.
Ausgabe Newsletter 194-2025