Neuheiten

Ausgabe Newsletter 212-2026
Solidarity
Fragen ohne Antworten: «Solidarity» ist eine filmische Reflexion über Solidarität als Phänomen. Jede Solidarität hat Grenzen und wirft ihre Schatten. Regisseur David Bernet sucht nach diesen Schatten und folgt seinen Protagonisten, allesamt Profis der Solidarität, durch die Krisen der letzten Jahre. Von Belarus, Ukraine, Polen, Libanon bis zum offenen Clash der Solidaritäten in Gaza. Ab 19. März im Kino
Hanami
Eintauchen in eine fremde Welt: Auf einer fernen Insel, von der alle weg wollen, pendelt der Film «Hanami» der schweizerisch-kapverdischen Regisseurin Denise Fernandes zwischen Traum und Wirklichkeit und lebt aus der Verbindung von materiellen und immateriellen Elementen, von Geschichten und Erfahrungen, die im Leben in diesem Land eine Rolle spielt. Ab 5. März im Kino
Promis le ciel
Migration in Afrika: Drei Frauen von der Elfenbeinküste teilen sich nach ihrer Flucht nach Tunis eine Wohnung und unterstützen sich gegenseitig. Als sie ein kleines Mädchen, das einen Schiffbruch im Mittelmeer überlebt hat, bei sich aufnehmen, gerät ihr fragiles Gleichgewicht ins Wanken. Nach ihrem Debütfilm «Under the Fig Trees» richtet Erige Sehiri in «Promis le ciel» die Kamera auf die Lebenswege dieser Frauen, die vom Süden der Sahara in den Norden geflohen sind und dort ihr Leben mit bemerkenswerter Stärke meistern. Ab 19. Februar im Kino
Ausgabe Newsletter 211-2026
Melodie
Vom Sinn und Glück des Singens: Mit dem Dokumentarfilm «Melodie» erkundet die Schweizer Filmemacherin Anka Schmid die faszinierende Kraft des Gesangs und das Zusammenspiel mit dem Gefühl. Entstanden ist ein bewegendes und anregendes Manifest der Lebensfreude. Ab 5. März im Kino
L'Engloutie
Leben in Zwischenwelten: Im Jahre 1899 kommt Aimée, eine junge Lehrerin, in stürmischer Nacht in einem verschneiten Dorf in den Hautes-Alpes an. Obwohl ihr die Bewohner misstrauen, ist sie fest entschlossen, mit ihrem Wissen Licht ins Dunkel der Kinder zu bringen. Während sie sich in das Leben der Gemeinschaft einfügt, breiten sich bei ihr Verwirrung und Einsamkeit aus, bis eines Tages Bewohner von einer Lawine verschüttet werden. Mit «L'Engloutie» hat Louise Hémon ein filmisches Gedicht geschaffen, das tief bewegt und herausfordert. Ab 12. Februar im Kino
Ausgabe Newsletter 210-2026
Qui vit encore
Aus der Hölle von Gaza geflohen: Tief bewegend und mit stiller Wucht steigert sich der kraftvolle und minimalistische Dokumentarfilm «Qui vit encore» des Schweizer Filmemachers Nicolas Wadimoff zur traurigen Litanei über eine humanitäre Katastrophe. Eine Landkarte auf dem Boden skizziert die Umrisse von Gaza, wo die Akteure des Films einst wohnten und von wo sie jetzt erzählen: Palästinenserinnen und Palästinenser, die aus dem zerstörten Gazastreifen nach Ägypten geflohen waren. Der Film hat am 28. Januar 2026 an den 61. Solothurner Filmtagen den Prix de Soleure gewonnen. Meine Gratulation!
Mother
Die Frau hinter der Ikone: Kalkutta, 1948. Schwester Teresa steht vor einer wichtigen Entscheidung: Sie will das Kloster verlassen, um einen eigenen Orden zu gründen. Bis zu diesem Datum bringt jedoch ihre Mitschwester Agnieszka alles durcheinander und stürzt sie in tiefe Zweifel. Die nordmazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska dringt in ihrem Spielfilm «Mother» in Spannung erfüllten sieben Tagen dorthin vor, wo Religion und Kirche, Sinn und Regeln sich widersprechen. Ab 22. Januar im Kino
Bauernkrieg
Von der Ballade zum Krieg und weiter: 1998 hat Erich Langjahr zum 150. Geburtstag der modernen Schweiz, als zweiten Teil einer Trilogie, den Dokumentarfilm «Bauernkrieg» realisiert, 2025 kommt dieser, restauriert und digitalisiert, als Reprise in die Kinos. Der Film war damals eine engagierte filmische Auseinandersetzung mit dem GATT-Beitritt der Schweiz und hat heute nichts von seiner Aktualität verloren. Ab 29. Januar im Kino
Silent Friend
Ein Baum und seine Freunde: Im botanischen Garten der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg wird ein majestätischer Ginkgobaum stiller Zeuge tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. Die hochdekorierte ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi schuf mit «Silent Friend» ein geheimnisvolles, tiefsinniges Gleichnis über das Sich-Näher-Kommen. Ab 22. Januar im Kino
Ausgabe Newsletter 209-2025
Jeunes mères
In einem Heim für alleinerziehende Mütter: Hier leben Jessica, Perla, Julie, Naïma und Ariane, jede von schwieriger Vergangenheit, Armut, familiären Konflikten und gesellschaftlichen Hürden geprägt. Trotz der herausfordernden Umstände teilen sie den gemeinsamen Traum, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Zum ersten Mal präsentieren die Meister des sozialen Kinos, die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne, eine Ensemblegeschichte. Für das Sozialdrama mit fünf jungen Müttern gewannen sie in Cannes den Preis für das beste Drehbuch und den Preis der Ökumenischen Jury. Ab 15. Januar 2026 im Kino
Der Mann auf dem Kirchturm
Eine Schweizer Familienchronik: «Mein Grossvater war der Kaminfeger des Dorfes, und als Dachdecker liebte er es, auf Kirchtürmen zu arbeiten. Für mich als Bub war er ein Glücksbringer und starker Mann, ich eiferte ihm nach und wollte mehr erfahren über seine Herkunft. Doch sein Sturz vom Dach veränderte alles.» Mit dem Dokumentarfilm «Der Mann auf dem Kirchturm» taucht der Innerschweizer Filmemacher Edwin Beeler tief ein in die Geschichte des Grossvaters, seiner Familie und des Dorfes: bewegend und tiefsinnig. Ab 10. Januar 2026 im Kino