Neuheiten

(IM)MORTELS
Was ist nach dem Tod?: Im Dokumentarfilm «(IM)MORTELS» hat Lila Ribi während zehn Jahren ihrer Grossmutter immer wieder diese Frage gestellt und ihre Aussagen mit Antworten von Spezialisten ergänzt: eine liebenswürdige, tiefsinnige und anregende Einladung, sich selbst befragen.
Wet Sand
Das Ende einer Liebe: Die georgisch-schweizerische Regisseurin Elene Naveriani erzählt im Spielfilm «Wet Sand» eine intensive, aufrüttelnde, tragische Geschichte von zwei Männern, die mehr als zwanzig Jahre lang ihre Liebe verheimlichen mussten, weil im Dorf Homosexualität als Pest gilt. Ab 5. Mai im Kino
Ausgabe Newsletter 140/2022
A Hero
Die Wahrheit suchen: «A Hero», der Spielfilm des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi, nimmt uns mit auf den beschwerlichen Weg der Wahrheitssuche, scharfsinnig und fesselnd, wie es das Mainstream-Kino kaum kennt, und macht damit grosses ästhetisches und moralisches Kino. Ab 5. Mai im Kino
6 Días en Barcelona
Drei Klempner im Dauereinsatz: Der Film «6 Días en Barcelona» der katalanischen Regisseurin Neus Ballús ist eine unterhaltsame Komödie über zwischenmenschliche Beziehungen, die Spass macht und da oder dort ein Lächeln oder ein Sinnieren über drei Klempner und über sich selber weckt. Ab 19. Mai im Kino
Vortex
Wenn das Hirn vor dem Herzen zerfällt: In «Vortex» zeigt der in Argentinien geborene, in Frankreich arbeitende Regisseur Gaspar Noé zwei Menschen, die nicht mehr synchron laufen, auch wenn sie ihr gemeinsames Leben scheinbar noch teilen. Der Film pendelt mühelos zwischen Komik und Tragik, immer schonungslos und versöhnlich. Ab 21. April im Kino
Ausgabe Newsletter 139/2022
La Mif
Betroffenheit und Schweigen: Der Spielfilm «La Mif» von Fred Baillif beschreibt den Alltag in einem Genfer Mädchenheim und eskaliert, begnügt sich aber nicht mit Analysen und Schuldzuweisungen, sondern stösst dorthin vor, wo es Betroffenheit und Schweigen auslöst.
107 Mothers
Mütterlich-Sein: Der Dokumentarspielfilm «107 Mothers» von Péter Kerekes spielt im Frauengefängnis 74 von Odessa und ist ein authentischer, berührender Diskurs über Mütter, Frauen, Menschlichkeit und Mütterlich-Sein. Ab 21. April im Kino
Ausgabe Newsletter 138/2022
Tout s'est bien passé
Was ein alter Mann so alles auslösen kann: Ein Anruf reisst Emmanuèle aus ihrem Alltag, ihr Vater André hatte einen Hirnschlag, liegt im Spital. Damit beginnt der Film «Tout s'est bien passé» von François Ozon über eine Tochter-Vaterbeziehung und die Auseinandersetzung mit dem Suizid eines alten Menschen: ein spannendes Melodrama mit berührenden Momenten. Ab 14. April im Kino.
Petite nature
Hymnus und Elegie auf die Menschlichkeit: Samuel Theis porträtiert im Spielfilm «Petite nature» den zehnjährigen Johnny und seine Familie, die in einer Sozialsiedlung wohnt, auf eine Art, dass der Film zu einer Elegie über das Misslingen und gleichzeitig einem Hymnus auf das Gelingen von Menschlichkeit wird. Ab 7. April im Kino
L'Événement
Tagebuch einer Abtreibung: Eine Studentin wird schwanger – und was dann geschieht. Der eindrückliche Film «L'Événement» von Audrey Diwan schildert die Ereignisse authentisch, schonungslos und ohne Wertung. Obwohl er im letzten Jahrhundert in Frankreich spielt, dürfte er auch noch hier und heute Diskussionen auslösen zu Themen wie Männergesetze und Frauenschicksale. Ab 24. März im Kino
Ausgabe Newsletter 137-2022
Clara Sola
Claras wunderbar Menschwerdung: Die einsame Clara Sola muss unter dem mütterlichen Diktat kranke Dorfbewohner heilen, bis sie durch die Begegnung mit der Natur und einem Mann entdeckt, sich selbst zu einer autonomen Clara sólo zu heilen vermag. Die costaricanisch-schwedische Regisseurin Nathalie Álvarez Mesén erzählt dies in «Clara Sola» in einem filmischen Gedicht. Ab 10. März im Kino