Neuheiten

City of Wind
In verschiedenen Welten leben: Der junge Ze unterwirft sich dem Leistungsdruck der Institutionen, um in der mongolischen Gesellschaft zu bestehen, kommuniziert als Schamane mit seinen Vorfahren und wirkt als spiritueller Helfer, bis die Begegnung mit der herzkranken Maralaa sein Leben verändert. Die Regisseurin Purev-Ochir lässt uns in ihrem poetischen und vielschichtigen Erstling «City of Wind» erahnen, was es heisst, in verschiedenen Welten zu leben. Ab 4. Juli im Kino
Ausgabe Newsletter 183-2024
Inshallah a Boy
Die Männer entscheiden: Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes ist Nawal mit Tochter Noura allein und muss um ihre Existenz kämpfen. In Jordanien, wo Männer von Gesetzes wegen bevorteilt sind, wäre die Situation mit einem Sohn anders. Mit Mouna Hawa in der Hauptrolle liefert Amjad Al Rasheed in «Inshallah a Boy» ein starkes Debüt über den Kampf einer mutigen Frau gegen das allmächtige Patriarchat. Ab 6. Juni im Kino
Memory
Vergessen oder Erinnern? Mit Jessica Chastain und Peter Sarsgaard in den Hauptrollen untersucht der Film «Memory» von Michel Franco das Vergessen eines Mannes mit beginnender Demenz und das Erinnern einer Frau mit Missbrauchserfahrung. Als Ergänzung zu den bekannten Deutungen dieser Zustände des Lebens liefert der Film zusätzlich eine existenzielle und kommt zu radikalen Aussagen. Ab 6. Juni im Kino
Ausgabe Newsletter 182-2024
Crowrã – The Buriti Flower
Wie eine heutige «Divina Commedia»: João Salaviza und Renée Nader Messora haben mit «Crowrã – The Buriti Flower» einen Film geschaffen, der das Schicksal der Indigenen in Brasilien und weltweit sowie die Kriege in aller Welt umfasst und mit seiner grossartigen und welthaltigen Form an die «Divina Comedia» von Dante erinnert.
Ausgabe Newsletter 181-2024
Love Life
Liebe und Leben, japanisch: Eine Frau wohnt mit Mann und Sohn in einer Wohnung gegenüber dem Haus der Schwiegereltern, die ihre Ehe nie ganz akzeptiert haben. Als sie die Existenz einer ehemaligen Verlobten ihres Mannes entdeckt und der leibliche Vater ihres Buben auftaucht, beginnt «Love Life» des Regisseurs Koji Fukada sein aufreibendes und wunderbares Wechselspiel der Gefühle und Handlungen über das Leben, die Liebe, den Tod. Ab 16. Mai im Kino
Goodbye Julia
Schuld und Sühne: Die gut situierte Mona aus dem Sudan hat unter unglücklichen Umständen den Tod eines Mannes aus dem Süden verursacht. Um ihre Schuld wiedergutzumachen, nimmt sie die Witwe Julia und deren Sohn bei sich auf. Die beiden Frauen nähern sich einander sanft an. Mohamed Kordofani erzählt in «Goodbye Julia» vor dem Hintergrund der Spaltung seines Landes eine feinfühlige, berührende Geschichte über Schuld und Sühne, privat und gesellschaftlich. Ab 23. Mai im Kino
Alle die Du bist
Das traurig-heitere Endspiel einer Beziehung: Der in der Kölner Kohleindustrie angesiedelte melancholisch-turbulente, magisch-sozialrealistische Film «Alle die Du bist» des Newcomers Michael Fetter Nathansky mit einer grossartigen Aenne Schwarz in der Hauptrolle reflektiert die Folgen von Überarbeitung und Existenzangst sowie das Wechselspiel von Anziehung und Abstossung eines Liebespaares auf zärtlich-anregende Weise in kühn-herausfordernder Filmsprache. Ab 6. Juni im Kino
Ausgabe Newsletter 180-2024
La Voie Royale
Mit einem Traum die Welt ändern: Die hochbegabte Bauerntochter Sophie will an eine französische Universität, erfährt aber, dass dies erst Sinn macht, wenn Wissenschaft und Politik sich zum Wohl des Menschen verbinden. «La Voie Royale», der dritte Film von Frédéric Mermoud, schildert dies, mit Suzanne Jouannet in der Hauptrolle, spannend, einfühlsam und hinterfragend. Ab 2. Mai im Kino
Hors-Saison
Wenn das Leben (nicht) gelingt: Stéphane Brizé, bisher vor allem mit seinen sozialkritischen Werken berühmt, hat mit «Hors-Saison» einen schmerzhaft-zärtlichen, optimistisch-melancholischen Spielfilm über Einsamkeit und Liebe in den «Zwischenzeiten» des Lebens geschaffen. Ab 9. Mai im Kino
Ausgabe Newsletter 179-2024
Abbé Pierre
Gelebte Menschenliebe: Oberflächlich kennt ihn die ganze Welt, vertieft erzählt das Leben des französischen Geistlichen Henri Grouès der Dokumentarspielfilm «L’ Abbé Pierre – Une vie de combats» von Frédéric Tellier, der berührt, aufwühlt, nachdenklich macht.