Neuheiten

Nuestras madres
Hommage an die Mütter: Guatemala war während dreissig Jahren von Bürgerkriegen beherrscht. Heute hilft Ernesto, Menschen zu identifizieren, die seit damals verschwunden sind, und macht dabei eine unerwartete Entdeckung. «Nuestras madres» von César Díaz ist Fiktion und Dokumentation, ist informativ und bewegend. – Ab 19. November im Kino
Gilles Caron – Historie d'un regard
Mit Fotos das Leben ergründen: Der Fotograf Gilles Caron verschwand spurlos von der Bildfläche, nachdem er sechs Jahre lang von wichtigen Brennpunkten der Erde berichtet hatte. Mariana Otero machte sich mit ihrem Dokumentarfilm «Gilles Caron – Historie d'un regard» auf die Suche nach dem Menschen hinter den Bildern. – Ab 12. November im Kino
Suot tschêl blau
Die Drogentoten von Samedan: Im Sog der Zürcher Jugendbewegung entstand um 1980 im Oberengadin eine Drogenszene, über deren Tote die Dorfgemeinschaft bis heute schwieg. Mit dem Dokumentarfilm «Suot tschêl blau» bricht Ivo Zen das Schweigen und leitet einen Prozess der Versöhnung ein. - Ab 19. November im Kino
Ausgabe Newsletter 105/2020
La bonne épouse
Frankreichs Frauen vor dem Mai 68: In «La bonne épouse» schildert Martin Provost das Leben in einer Hausfrauenschule im Elsass, bis die 68er-Bewegung alles durcheinanderwirbelt. Eine brillant inszenierte und gespielte Komödie, die unterhaltsam die Zeit vor 1968 ausleuchtet.
W. – Was von der Lüge bleibt
Seine Lebenslegende erfinden: Der Schweizer Rolando Colla hat uns mit seinem Film «W. – Was von der Lüge bleibt» einen brillanten Recherchierfilm geschenkt, der in viele Richtungen zum Denken anregt: Wie glaubwürdig sind Informationen? Was bedeutet Wahrheit? Gibt es verschiedene Wahrheiten?
Beyto
Liebe und Familie im Kultur-Clinch: Gitta Gsell erzählt im Spielfilm «Beyto» von drei jungen Menschen, die im Clinch sind zwischen Hetero- und Homosexualität und zwischen den Kulturen des Islam und des Westens, ein unterhaltsames, aufklärerisches Melodrama.
Zürcher Tagebuch
Bewegt und bewegend: Das «Zürcher Tagebuch» von Stefan Haupt, persönlich und zugleich gesellschaftlich verankert, ist vielleicht das schönste Tagebuch einer Stadt, einer Zeit und einer Person, das Orientierung sucht, sich sorgt und zweifelt.
Ausgabe Newsletter 104/2020
There is no Evil
Die brutale Banalität des Bösen: Vier Männer, die sich nicht kennen, teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie haben Entscheide über Leben und Tod zu fällen. Der Türke Mohammad Rasoulof schuf mit «There is no Evil» ein Plädoyer für Selbstbestimmung.
Vamos
Midlife-Chancen: In «Vamos» lässt Silvia Häselbarth-Stolz vier Frauen und Männern um die 50 über Wendepunkte ihres Lebens sinnieren. Ihre Erzählungen handeln von Abschied und Neuanfang und kann Mut machen.
I Am Greta
Greta: öffentlich und privat: Der Schwede Nathan Grossman hat mit «I Am Greta» ein Porträt von Greta Thunberg und der aktuellen Klimabewegung geschaffen, das einlädt, persönlich Stellung zu beziehen. Ein aufschlussreicher und notwendiger Film.
Ausgabe Newsletter 103/2020
Ausgabe Newsletter 102/2020
Corpus Christi
Tagebuch eines falschen Landpfarrers: Der polnische Regisseur Jan Komasa erzählt in «Corpus Christi» das Drama eines Jugendstraftäters, der nach einer spirituellen Wandlung als Pfarrer eine konservative Kirchengemeinde auf den Kopf stellt und der Kirche, der Religion und uns provokative Fragen stellt.