Neuheiten
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Newsletter 159/2022
- Saint Omer
- Geschichte einer Phantomfrau: Die Professorin Rama reist für einen Gerichtsprozess nach Saint Omer, um über das Verbrechen zu schreiben. Laurence Coly ist des Mordes an ihrem 15-monatigen Töchterchen angeklagt, Verdikt schuldig. Im Laufe der Verhandlungen gerät diese Gewissheit ins Wanken. Die französische Regisseurin Alice Diops stellt in ihrem brillanten Debütfilm «Saint Omer» radikale Fragen nach der Schuld. Ab 2. März im Kino
- Le Bleu du Caftan
- Ein Liebes-Trio: In einer marokkanischen Altstadt schneidern Halim und seine Frau Mina kostbare Kaftane, bis der neue Lehrling Youssef beim Meister unterdrückte Gefühle weckt, was auch die Ehefrau wahrnimmt und neue Beziehungen entstehen. Maryam Touzani schuf mit «Le Bleu du Caftan» ein wunderbares, zukunftsweisendes Melodrama. Ab 2. März im Kino
- La Ligne
- Wenn der Schrei nach Liebe ungehört verhallt: «La Ligne» der französisch-schweizerischen Cineastin Ursula Meier erzählt von einer Tochter, die im Streit ihre Mutter brutal attackiert und über die dann verfügt wird, sich drei Monate lang ihrem Elternhaus nur bis 100 Meter nähern zu dürfen. Entstanden ist ein schockierendes, tiefgründiges Familiendrama. Ab 16. Februar im Kino
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Newsletter 158/2023
- Aftersun
- Eine Vater-Tochter-Beziehung: Sophie wird von ihrem Vater Calum zum Sommerurlaub in der Türkei eingeladen. Sorglos verbringen die beiden ihre Tage, bis allmählich offenbar wird, dass die Trennung des Elternpaares daheim bereits vollzogen ist. Die schottische Regisseurin Charlotte Wells hat mit ihrem autobiografischen Debütfilm «Aftersun» dazu ein filmisches Meisterwerk mit menschlichen Werten geschaffen. Ab 23. Februar im Kino
- Bratsch – Ein Dorf macht Schule
- Eine Schule fürs Leben: Das Schulhaus ist leer, der Dorfladen verwaist, Bewohner:innen des Oberwalliser Bergdorfs Bratsch ins Tal gezogen. 2015 beschliessen die Verbliebenen, das Dorf mit der Schule wiederzubeleben. Norbert Wiedmer hat über das Schulprojekt von Damian Gsponer und Natascha Würsten den Dokumentarfilm «Bratsch – Ein Dorf macht Schule» gedreht, der dafür eine Lösung vorschlägt, Nachdenken über eine bessere Schule anregt und die Liebe zu diesem vielleicht schönsten Beruf verbreitet.
- Les Enfants des Autres
- Leiden und Freuden einer Stiefmutter: Was die französische Regisseurin Rebecca Slotowski uns mit ihrem tiefsinnigen und dennoch heiteren Spielfilm «Les Enfants des Autres» schildert, lädt uns ein zum Sinnieren über ein neues, menschenwürdiges Paradigma für Stiefmütter, Stiefväter und Stiefkinder.
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Newsletter 157/2023
- Tori et Lokita
- Auf der Flucht das Leben gesucht: Zwei Jugendliche, von Afrika nach Belgien geflohen, suchen, durch Administrationen und Restriktionen behindert, die Freiheit und das Leben. Jean-Pierre und Luc Dardenne, die zwei Grossen des sozial-engagierten Films, begleiten die beiden in dem auf Tatsachen beruhenden Spielfilm «Tori et Lokita»: formal grossartig und menschlich erschütternd. Ab 2. Februar im Kino
- Close
- Momente des Erwachsenwerdens: Léo und Rémi, beide 13-jährig, sind beste Freunde, stehen sich wie Brüder nahe, teilen alles miteinander. Mit dem Wechsel auf eine neue Schule gerät ihre Verbundenheit ins Wanken, mit tragischen Folgen. Der Regisseur Lukas Dhont schuf mit «Close» ein feinsinniges, vielschichtiges Melodrama über das Ende einer Kindheit. Ab 2. Februar im Kino
- Retour à Seoul
- Auf der Suche nach den Wurzeln: In «Retour à Seoul» von Davy Chou kehrt eine junge Französin, weil sie ihre biologischen Eltern sucht, nach Südkorea zurück, wo sie geboren wurde. Entstanden ist eine fesselnde und vielschichtige Recherche nach den Wurzeln und der Identität eines jeden Menschen. Ab 26. Januar im Kino
- Before, Now & Then
- Von der Poesie einer Befreiung: Die indonesische Regisseurin Kamila Andini betrachtet in «Before, Now & Then» die Emanzipation einer Frau im Spiegel ihrer Geschichte: Nanas Mann ist in den politischen Wirren verschollen, danach heiratet sie einen reichen Geschäftsmann, doch die Erinnerung an den früheren Geliebten verfolgt sie, bis eine unerwartete Begegnung ihr zu innerer Freiheit und zum Ausstieg aus dem bürgerlichen Korsett verhilft. Ab 12. Januar im Kino
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Newsletter 156/2022
- Les jeunes amants
- Sich trotzdem verlieben: Eigentlich hat die 70-jährige Shauna, eine kluge, unabhängige Frau, mit der romantischen Liebe abgeschlossen. Doch ihr Wiedersehen mit Pierre, einem 45-jährigen Arzt, ändert alles. Er ist von ihr fasziniert, und sie verliebt sich erst zaghaft, dann leidenschaftlich in ihn. Die Regisseurin Carine Tardieu erzählt in «Les jeunes amants» diese Geschichte und lässt uns dabei noch viel Spannendes und Wertvolles über die Liebe erfahren.