Neuheiten
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Newsletter 219-2026
- A voix basse
- Leben im Flüsterton: Lilia hat sich in Paris ein eigenes Leben aufgebaut, fern von den Erwartungen ihrer Familie in Tunesien. Als sie zur Beerdigung ihres Onkels ins Elternhaus zurückkehrt, scheint die Zeit stillzustehen, und vieles bleibt unausgesprochen. Der Tod wirft Fragen auf, die niemand klären will. Je mehr sie nach Antworten sucht, desto tiefer gerät sie in ein Netz aus Schweigen und rätselhaften Andeutungen. Davon erzählt die Regisseurin Leyla Bouzid in ihrem Film «À voix basse». Ab 16. Juli im Kino
- Solomamma
- Muttersein ohne Partner: Edith, die Allein-Mutter, entdeckt die Identität des Samenspenders ihres fünfjährigen Sigurd, recherchiert, bis eine Verbindung entsteht, sie sich in Lügen verstrickt und ihr fragiles Leben ins Wanken bringt. «Solomamma», der Spielfilm der norwegischen Regisseurin Janicke Askevold, kann als banales Boulevardstück gelesen werden oder als tiefschürfendes Psychodrama über Frauen-, Männer-, Mutterrollen, Sexualität und Verantwortung, was ich hier versuche. Ab 11. Juni im Kino
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Newsletter 218-2026
- La Beauté de l’âne
- Aufleben im Erinnern: Die albanisch-schweizerische Regisseurin Dea Gjinovci kehrt mit ihrem Vater Asllan, der seit sechzig Jahren in Genf lebt, in sein Heimatdorf Makermal im Kosovo zurück, ein Dorf, das im Krieg zerstört wurde, von dem aber Erzählungen und Erinnerungen ein Weiterleben bieten. «La Beauté de l’âne», der poetische Dokumentarfilm darüber, taucht tief ein in die Vergangenheit dieser Menschen und wohl auch unser aller Menschsein. Ab 21. Mai im Kino
- Palestine 36
- Aufstand gegen Unterdrückung: 1936 steht Palästina am Beginn eines breiten Widerstandes gegen die britische Mandatsmacht, einer rasante Zunahme jüdischer Einwanderer und damit eines hoch komplizierten Konfliktes und eines historischen Wendepunktes, der das Schicksal des palästinensischen Volkes für immer prägen wird. Die palästinensisch-amerikanische Regisseurin Annemarie Jacir hat in ihrem Langspielfilm «Palestine 36» ein grossartiges, der Komplexität des Themas angemessenes Epos geschaffen über eine Leidensgeschichte, die leider nicht beendet ist. Ab 21. Mai im Kino
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Newsletter 217-2026
- Girls & Gods
- Feminismus und Religion: Der aktivistische, vielstimmiger Dokumentarfilm «Girls & Gods» von Arash T. Riahi und Verena Soltiz setzt sich mit Gläubigen, Religionskritiker:innen und theologischen Reformer:innen der drei monotheistischen Weltreligionen auseinander. Vorbildlich auch für Männer zu sehen, wie hier Frauen engagiert und tolerant, klug und humorvoll miteinander streiten. Begleitet von der ukrainischen Femen-Aktivistin Inna Shevchenko ermuntert der Film, heilige Ikonographien aus feministischer Sicht neu zu denken: eindrücklich und provokativ. Ab 11. Juni im Kino
- Unter Pflanzen
- Wie Pflanzen kommunizieren: Ein sinnlich-poetischer Film über die Beziehungen zwischen Pflanzen, Insekten und Menschen, und wie die Verflechtung von Wissenschaft und Kunst neue Perspektiven auf eine volatile Welt eröffnet. Die Schweizer Filmemacherin Antshi von Moos lädt uns mit ihrer Masterabschlussarbeit «Unter Pflanzen ‒ Ein Perspektivenwechsel» ein zum Staunen, Denken und Sinnieren: ein Muss der anderen Art, weil dieser Film-Essay zeigt, wie die Welt anders sein könnte und müsste. Ab 14. Mai im Kino
- Renoir
- Den Schmerz der anderen verstehen: In ihrem zweiten Spielfilm erzählt die japanische Regisseurin Chie Hayakawa eine Geschichte, deren Ursprung ihre eigenen schmerzhaften und verwirrenden Kindheitserlebnisse sind. Der Spielfilm «Renoir» stellt auf turbulente und provozierende Weise die Frage: Kann man den Schmerz anderer wirklich verstehen? Ab 28. Mai im Kino
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Newsletter 216-2026
- Die Nachrichten erwähnen täglich den Iran, einerseits als Land, das von USA und Israel vernichtet werden soll, andererseits, dass die Mullahs ihr eigenes Volk vernichtet wollen. Dies sind in Kurzform zwei Hintergründe des Filmes «Divine Comedy», auf den nachfolgend verwiesen und der in der Besprechung auf dieser Website besprochen wird. Wichtig scheint es mir deshalb, dass wir täglich möglichst objektive Medienberichte erhalten, wichtig zusätzlich, dass ein Filmemacher wie Ali Asgari aus diesem Land mit seinem Film die Tiefe dieser Welt auslotet.
- Divine Comedy
- Iranische Tragikomödie: Bahram ist ein gefeierter Regisseur, dem der Staat jedoch die Vorführung seines neuen Filmes in der Heimat verbietet. Gemeinsam mit seiner Produzentin Safad Asgari setzt er alles daran, den Film dennoch in ein Kino zu bringen. Eine feine und gleichzeitig radikale Satire ist «Divine Comedy», die daran erinnert, dass Kino und Lachen Akte des Widerstandes und der Aufklärung sein können. Der ebenfalls gefeierte Regisseur unseres Films, Ali Asgari, lacht mit seinem Film den Unterdrückern frontal und frech ins Gesicht. Ab 23. April im Kino, am Samstag, 25. April, mit dem Regisseur im Arthouse Piccadilly in Zürich.
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Newsletter 215-2026
- Der Tod ist ein Arschloch
- Wichtiger Film mit provokantem Titel: Eric Wrede und sein Team nehmen uns im Film «Der Tod ist ein Arschloch» mit auf eine schonungslos ehrliche und berührende Reise an den Rand des Lebens. Zwischen Krematorium und Wohnzimmern, Erinnerungen und Gesprächen mit Trauernden schufen Michael Schwarz und Alexander Griesser einen Film, der dem Tod ins Angesicht schaut und einem Publikum, das noch wenig Erfahrung mit dem Sterben hat, weiterhelfen kann. Ab 20. April im Kino
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Newsletter 214 - 2026